Voraussetzungen

Jeder, der fünf Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse einbezahlt hat, hat Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Diese fünf Jahre, werden die allgemeine Wartezeit genannt und sind Grundvoraussetzung für die Zahlung der Erwerbsminderungsrente. Es werden aber nicht nur die Beitragszahlungen angerechnet, sondern auch andere rentenrechtliche Zeiten. Allerdings müssen mindesten 36 Pflichtbeiträge innerhalb von den fünf Jahren nachzuweisen sein.
Wer die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erfüllt hat, hat Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn er aus körperlichen und gesundheitlichen Gründen nicht mehr, oder nur noch ein paar Stunden täglich arbeiten kann. Die Erwerbsminderungsrente wird ab dem 7. Monat, nach dem Eintreten der Erkrankung die zur Erwerbsminderung führt, bezahlt. Sobald absehbar ist, dass sich der Gesundheitszustand nicht mehr verbessert, wird die Erwerbsminderungsrente ohne Befristung bezahlt. Die Stufe der Erwerbsminderung hängt vom Restleistungsvermögen der einzelnen Personen auf dem Arbeitsmarkt ab und danach wird entweder die teilweise oder die volle Erwerbsunfähigkeit ermittelt.

Alle Personen, die mindestens fünf Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt haben, erhalten ab dem 27. Lebensjahr, jährlich eine Renteninformation. Mit ihr bekommen die Versicherten Auskunft über die Höhe des Rentenanspruchs bei voller Erwerbsminderung, wenn sie ab sofort berufsunfähig wären. Außerdem ist eine Prognose erstellt, wie hoch die zu erwartende Rente mit 65 Jahren ist und welche Auswirkungen künftige Rentenanpassungen auf die Höhe der Rente haben.
In der Renteninformation sind alle Beiträge und rentenrechtlichen Zeiten erfasst. Diese Auflistung wird Versicherungsverlauf genannt, der auch eventuelle Lücken aufzeigt. Falls in der Renteninformation Zeiten fehlen, sollte man, Nachweise erbringen um diese Lücken zu schließen. Oftmals handelt es sich um die Zeiten der Ausbildung, Kindererziehung oder Arbeitslosigkeit, bei denen es sich um rentenrechtliche Zeiten handelt.
Sie soll als Entscheidungsgrundlage für eine zusätzliche private Altersvorsorge dienen um die Versorgungslücke im Alter zu schließen.