Besteuerung der Erwerbsminderungsrente

Die Erwerbsminderungsrente und ihre Besteuerung ist, seit 2005 das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung, eingeführt wurde, ein Punkt der viele Bezieher der Erwerbsunfähigkeitsrente verunsichert. Die nachgelagerte Besteuerung wird ab 2005 eingeführt und die Übergangsphase für die nachgelagerte Besteuerung dauert von 2005 bis 2004. Wer im Jahr 2005 erstmalig Erwerbsunfähigkeitsrente erhalten hat, muss seine Rente zu 50% versteuern. Der steuerpflichtige Anteil erhöht sich jährlich um zwei Prozent bis zum Jahr 2020. Vom Jahr 2020 erhöht sich der steuerpflichtige Anteil nur noch um 1 Prozent bis er dann 2040 auf 100% ist. Es wird allerdings die Bruttorente besteuert und so kann es, unter Umständen schnell dazu führen, dass die Empfänger der Erwerbsunfähigkeitsrente, Steuern an das Finanzamt nachzahlen müssen. Meistens ist das der Fall, wenn der Ehepartner berufstätig ist, da beide Einkommen zusammengerechnet werden.

Für alle, die bereits vor 2005 Erwerbsminderungsrente erhalten haben, ist diese Besteuerung ein spürbarer finanzieller Einschnitt, denn sie mussten die Erwerbsminderungsrente vorher mit nur 2% versteuern.
Die Erwerbsminderungsrente wird jetzt genauso besteuert wie die gesetzliche Altersrente.
Die meisten Bezieher der Erwerbsminderungsrente als alleinige Verdienstquelle, müssen keine Steuern nachzahlen. Wer allerdings einen Ehepartner hat der über ein eigenes Einkommen verfügt, kann eventuell zur Kasse gebeten werden. Genauso ist es, wenn Vermögen sowie Einkommen aus Vermietung oder Verpachtung hinzukommen.

Von dem Ertragsanteil aus Erwerbsunfähigkeitsrente, Einkommen des Ehepartners, Kapitalanlagen oder Einkommen aus Vermietung usw., können verschiedene Freibeträge abgezogen werden, wie zum Beispiel Sonderausgaben die evtl. durch die Erkrankung entstanden sind, Werbungskosten usw. Die Ertragsanteilsbesteuerung und die Steuerfreibeträge führen bei den meisten Erwerbsunfähigen zu einem steuerpflichtigen Einkommen für das keine Steuern nachbezahlt werden müssen. Der Ertragsanteil wird anhand einer Tabelle ermittelt, diese orientiert sich an der Laufzeit der Rente. Damit das Finanzamt den Ertragsanteil richtig ermitteln kann, müssen die Angaben im Steuerbescheid vollständig sein, denn eine vergessene Angabe, kann dazu führen, das Steuern nachbezahlt werden müssen.