Rentenbefristung

Renten, die aufgrund der Erwerbsminderung gezahlt werden, sind grundsätzlich bis zu drei Jahre befristet. Die Rentenzahlung beginnt aber erst frühestens ab dem 7. Monat nach dem Eintritt der Berufsunfähigkeit. Wer vor der Erkrankung berufstätig war und Sozialbeiträge bezahlt hat, bekommt in der Regel bis zum Zahlungsbeginn der Erwerbsminderungsrente von der zuständigen Krankenkasse Krankengeld. Alle anderen müssen diese sechs Monate aus eigenen Mitteln überbrücken.

Die Erwerbsminderungsrenten werden auf Zeit bezahlt. Gegen Ende der Befristung wird eine erneute Gesundheitsprüfung vorgenommen. Sollte sich der gesundheitliche Zustand der Versicherten bis zu diesem Zeitpunkt gebessert haben, so dass sie aus Sicht des Zuständigen wieder einer Tätigkeit nachgehen können, erhalten sie keine oder nur noch eine teilweise Erwerbsminderungsrente. Die Gesundheitsprüfung wird auf Antrag der Versicherten durchgeführt und wenn die Versicherten als erwerbsunfähig eingestuft werden, wird die Erwerbsminderungsrente erneut für einen gewissen Zeitraum gewährt. Dieser Antrag kann mehrmals gestellt werden und somit auch die Zeitrente, nach Befund, mehrmals verlängert werden.

Die Rentenbefristung und ihre Besonderheiten führen dazu, dass nach einer Zeit von insgesamt 9 Jahren die Erwerbsminderungsrente zeitlich unbefristet bezahlt wird und keine Gesundheitsprüfung mehr durchgeführt wird. Nach dieser Zeit kann man davon ausgehen, dass sich der gesundheitliche Zustand nicht mehr verbessert, und die Versicherten erhalten eine Dauerrente. Wenn von Beginn an bereits absehbar ist, das eine Person aus körperlichen oder gesundheitlichen Gründen, sowie aus medizinischer Sicht, keine Tätigkeit mehr ausüben kann, wird ebenfalls die Dauerrente gewährt. Eine weitere Besonderheit ist, die Zahlung der vollen Erwerbsminderungsrente im Fall der teilweisen Erwerbsminderung, wenn für die Versicherten, aufgrund der schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt, keinen Arbeitsplatz mehr bekommen. Um in diesem Fall die volle Erwerbsminderungsrente zu erhalten, muss von den Versicherten nachgewiesen werden, dass es trotz ausreichender Bemühungen nicht möglich war Arbeit zu finden.