Öffentlicher Dienst

Der Öffentliche Dienst und sein Zusatzversorgungssystem war ursprünglich eine Einrichtung, die dazu diente die Arbeitnehmer beim öffentlichen Dienst nicht schlechter dastehen zu lassen als die Beamten. Der größte Träger des Altersvorsorgungssystems ist die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder. Unter dem Dach der kommunalen und kirchlichen Altersversorgung befinden sich insgesamt 24 Zusatzversorgungskassen im kommunalen und kirchlichen Dienst.

Wer das 17. Lebensjahr vollendet hat und in einem Beschäftigungsverhältnis beim öffentlichen Dienst steht, muss vom Arbeitgeber bei der zuständigen, öffentlichen Zusatzversorgungseinrichtung versichert werden. Da im Jahr 2002 ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt wurde um die Finanzierbarkeit der Zusatzversorgung sicherzustellen, müssen Neurentner erhebliche Verschlechterungen hinnehmen und auch für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist eine private Altersvorsorge heute wichtiger denn je zuvor. In Rentenalter setzt sich die Gesamtrente aus der gesetzlichen Rente und der Rente aus der Zusatzversorgung zusammen und orientiert sich am letzten Nettoeinkommen vor Rentenbeginn. So kann ein Angestellter im öffentlichen Dienst bis zu 91% seines letzten Einkommens als monatliche Rente erhalten.
Wird das Beschäftigungsverhältnis beendet, bleibt die Versicherung beitragsfrei bestehen und endet mit Eintritt des Versicherungsfalls, beim erlöschen der Anwartschaft, bei der Überleitung auf eine andere Zusatzversorgungseinrichtung oder bei Tod des Versicherten.

Davon sind die Beamten nicht betroffen, da der Staat den Beamten gegenüber die Fürsorgepflicht hat, muss er auch für eine angemessene Versorgung sorgen. Deshalb werden die Versorgungsbezüge der Beamten nach dem Rang, der Bedeutung und der Verantwortung, die sein Beruf mit sich brachte, bemessen. Neben dieser Grundversorgung wurde, nachdem das Versorgungsniveau 2003 abgesenkt wurde, für die Beamten beschlossen, die Versorgungslücke mittels einer staatlich geförderten Altersvorsorge zu schließen. Es handelt sich dabei aber nicht um eine betriebliche Altersversorgung, denn diese steht den Beamten nicht zur Verfügung.