Freiberufler

Die Versorgungswerke für Freiberufler sind für alle freiberuflich Tätigen wie Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Architekten usw. Da sie in der Regel keine Beiträge zur gesetzlichen Altersvorsorge leisten, müssen sie selbst für ihre Rente sorgen. Dazu bieten sich die Versorgungswerke neben den Lebensversicherungen an. Das System der Versorgungswerke basiert schon immer auf einer Mischung von Beiträgen sowie Kapitalerträgen. Es gibt insgesamt 85 Versorgungswerke, die sich zur Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen haben.

Die Beiträge zu den Versorgungswerken können im Kapitaldeckungsverfahren oder im Umlageverfahren einbezahlt werden. Beim Umlageverfahren handelt es sich um eine Einmalzahlung und es wird eine sofortige Rente bezahlt. Das Kapitaldeckungsverfahren wird mit monatlichen Beiträgen angespart, die jeder individuell festlegen kann, und daraus werden später die Renten bezahlt. Es funktioniert genau so wie eine Lebensversicherung, die Leistungen sind aber wesentlich höher als die der gesetzlichen Rentenversicherung, da jeder Freiberufler für sich selbst Kapital anspart aus dem später seine Rente finanziert wird.
Wer den Höchstbetrag, den er normalerweise in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlen müsste, in die Versorgungswerke einbezahlt, bekommt eine mindestens doppelt so hohe Rente ausbezahlt.

Angestellte Freiberufler müssen normalerweise in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlen. Sie können sich allerdings auch von der Versicherungspflicht befreien lassen und ihre Beiträge in einem, für ihren Berufsstand zuständigen, Versorgungswerk einbezahlen. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn sie bekommen später eine viel höhere Rente. Bis zu 20.000 Euro im Jahr, kann jeder Freiberufler von der Steuer, als Altersvorsorgebeiträge absetzen. Für Verheiratete gilt bei gemeinsamer Veranlagung der doppelte Sonderausgaben-Höchstbeitrag, also 40.000 Euro im Jahr. Da dieser Sonderausgabenabzug 2005 eingeführt wurde, gibt es eine so genannte Übergangsphase für den Sonderausgabenabzug, welcher 2005 begann und 2025 endet. Der maximal absetzbare Beitrag begann im Jahr 2005 mit 60% und steigt dann jährlich um zwei Prozent an. 2025 sind dann die vollen Hundert Prozent erreicht. Wer im Jahr 12.000 Euro in seine Altersvorsorge bei den Versorgungswerken einbezahlt, kann zusätzlich noch Beiträge von 8.000 Euro in die Basis-Rente einbezahlen und somit den Höchstbetrag steuerlich geltend machen. Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, kann man in die Basis-Rente mit einbeziehen und somit auch diese steuerbegünstigt gestalten.