Berufsgenossenschaften

Für die Beschäftigten der Unternehmen, der deutschen Privatwirtschaft, sind die Berufsgenossenschaften die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Es gibt 25 gewerbliche Berufsgenossenschaften, sie stehen unter staatlicher Aufsicht und müssen die gesetzlichen Vorgaben ordnungsgemäß einhalten. Jeder Arbeitnehmer wird vom Arbeitgeber bei der Berufsgenossenschaft gemeldet und genießt ab dem ersten Arbeitstag Versicherungsschutz. Die Aufgabe der Berufsgenossenschaften ist es, Berufskrankheiten, Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Unfallgefahren abzuwenden. Sobald ein, bei der Berufsgenossenschaft versicherter Arbeitnehmer einen Unfall hat oder unter einer Berufskrankheit leidet, ist die Berufsgenossenschaft, als gesetzliche Unfallversicherung für ihn zuständig. Sie sorgt dafür, dass die Versicherten medizinisch, sozial sowie beruflich rehabilitiert werden.

Zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten werden von den Berufsgenossenschaften Unfallverhütungsvorschriften erlassen und überwacht, außerdem beraten sie die Unternehmen zu den Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Dazu werden in der Regel Aufsichtspersonen eingesetzt die mit entsprechenden Befugnissen ausgestattet sind. Sie können zum Beispiel nicht einwandfrei oder sicherheitswidrig betriebene Geräte und Maschinen stilllegen um die Arbeitnehmer vor Gefahren zu schützen.

Sollte sich ein Unfall ereignet haben oder ein Versicherter an einer Berufskrankheit leiden stehen besondere Rehabilitationseinrichtungen, niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser oder Berufsgenossenschaftliche Kliniken, mit denen die Berufsgenossenschaft eng zusammenarbeitet, zur Verfügung um die Gesundheitsschäden zu beseitigen, zu verbessern oder eine Verschlimmerung zu verhüten. Sollte ein Versicherter aufgrund eines Berufsunfalls oder einer Berufskrankheit zum Pflegefall werden, muss die Berufsgenossenschaft die gleiche Leistung erbringen wie die gesetzliche Pflegeversicherung. Außerdem unterstützen sie die kranken Versicherten, mit einem Verletztengeld, während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit.
Erst wenn alle medizinischen Behandlungen keinen Erfolg mehr versprechen, darf die Berufsgenossenschaft eine Rente bezahlen und wenn ein Versicherter durch einen Unfall oder eine Berufskrankheit stirbt, bezahlt die Berufsgenossenschaft den Hinterbliebenen Rente und Sterbegeld.