Dienstunfähigkeitsbezüge und deren Berechnung

Beamte auf Lebenszeit haben nach fünf Jahren Anspruch auf ein Ruhegehalt wegen Dienstunfähigkeit. Das Ruhegehalt, wird nach den ruhegehaltsfähigen Dienstbezügen, sowie nach der ruhegehaltsfähigen Dienstzeit berechnet. Die ruhegehaltsfähige Dienstzeit beginnt bei den Beamten erst nach dem Beginn des 18. Lebensjahres. Hinzugerechnet werden die Dienstzeiten aus dem Beamtenverhältnis, die Zeiten der Berufstätigkeit bei der Bundeswehr und im Wehrdienst sowie bei der Polizei und im Vollzugsdienst. Wer eine Tätigkeit in einem für die Beamtenlaufbahn erforderlichen, privatrechtlichen Arbeitsverhältnis stand, bekommt diese Zeit ebenfalls angerechnet. Eine ebenfalls für die Beamtenlaufbahn benötigte Tätigkeit, als Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, wie z.B. Ausbildungszeiten werden, wenn sie Vorschrift für eine Beamtenlaufbahn sind, werden für die Berechnung der ruhegehaltfähigen Dienstzeit auch hinzugezogen.

Einem Beamten, der vor der Vollendung des 60. Lebensjahres dienstunfähig wird und Anspruch auf ein Ruhegehalt wegen Dienstunfähigkeit hat, werden vom Eintritt in den Ruhestand, bis zum Ende des 60. Lebensjahrs, zwei Drittel der Zeit als ruhegehaltsfähige Zeit angerechnet.
Beamte die auf eigene Veranlassung aus dem Dienst entlassen werden, haben keinen Anspruch auf Dienstunfähigkeitsbezüge. Die abgeleistete Dienstzeit wird bei der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert und sie müssen Rente wegen Erwerbsminderung beantragen.

Das Grundgehalt wird in die Berechnung des Ruhegehalts mit einbezogen, da es ruhegehaltsfähig ist. Eventuell werden auch der Familienzuschlag und andere Zulagen als ruhegehaltsfähig ausgewiesen und fließt somit in die Berechnung der Dienstunfähigkeitsbezüge mit ein.
Die Mindestversorgung bei Dienstunfähigkeit beträgt bei Beamten mit wenig Dienstjahren, in den alten Bundesländern etwa 1230 Euro, in den neuen Bundesländern liegt sie bei etwa 1140 Euro.
Immer mehr Beamte werden schon vor erreichen des Pensionsalters dienstunfähig, deshalb sollten sie auch über eine private Zusatzabsicherung in Form einer Dienstunfähigkeitsversicherung nachdenken.