Dienstunfähigkeit

Ab dem 18. Lebensjahr, werden bei den Beamten die ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten berechnet. Dazu gehören neben den Dienstzeiten im Beamtenverhältnis, die Zeiten in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis, wenn eine solche Tätigkeit für die vorgesehene Beamtenlaufbahn nötig ist. Berufliche Tätigkeiten bei der Polizei, im Vollzugsdienst sowie bei der Bundeswehr und im Wehrdienst, werden ebenfalls angerechnet.
Wer im öffentlichen Dienst eine Ausbildung absolviert hat, die für eine Beamtenlaufbahn nötig waren, dem werden diese Zeiten auch als ruhegehaltsfähige Dienstzeit angerechnet.

Die Dienstunfähigkeit bei einem Beamten wird durch einen, von der obersten Dienstbehörde, beauftragten Arzt oder Gutachter festgestellt. Dieser erstellt ein amtliches Gutachten über den körperlichen und gesundheitlichen Zustand des Beamten. Anhand dieses Gutachtens, das der obersten Dienstaufsichtsbehörde als Entscheidungshilfe dient, wird entschieden ob der Beamte dienstunfähig ist oder nicht.
Die Dienstunfähigkeit bei Beamten, kann auch anerkannt werden, wenn ein Beamter innerhalb von sechs aufeinanderfolgenden Monaten, mindestens drei Monate, wegen ein und derselben Erkrankung, nicht arbeiten konnte. Außerdem muss absehbar sein, dass er auch nach weiteren sechs Monaten seinen Dienst, wegen der Erkrankung nicht aufnehmen kann. Ein Beamter, der seinen gesundheitlichen Möglichkeiten entsprechend in einer anderen Dienststelle tätig werden kann, wird in der Regel nicht dienstunfähig, sondern versetzt.

Die Dienstunfähigkeit, kann von den Beamten auch selbst beantragt werden. Auch in diesem Fall, wird ein ärztliches Gutachten erstellt, das Auskunft über die körperliche sowie gesundheitliche Leistungsfähigkeiten Auskunft gibt. Wenn der Gutachter die Dienstunfähigkeit eines Beamten bestätigt wird er in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit versetzt.