Reha vor der Rente bei Berufsunfähigkeit

Personen die über längere Zeit krank sind und bei denen die Gefahr besteht, dass sie aufgrund ihrer Krankheit berufsunfähig werden wird in der Regel eine Reha Maßnahme angeboten. Bei berufstätigen Personen werden die Kosten dafür in den meisten Fällen von der gesetzlichen Rentenversicherung übernommen. Das Ziel ist die Wiederherstellung der Gesundheit, damit die kranken Menschen wieder am Arbeitsleben teilhaben können. Meistens wird die Reha-Maßnahme stationär durchgeführt, sie kann aber, in einigen Fällen, auch ambulant durchgeführt werden. In den Rehakliniken arbeiten Fachkräfte, wie z.B. Fachärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Masseure, Logopäden, Psychologen, Neuropsychologen usw. die sich für die Wiederherstellung der Gesundheit, der Patienten, einsetzen.

Wenn durch die Rehabilitationsmaßnahme keine Verbesserung des Gesundheitszustandes erreicht werden konnte, werden die Kranken meistens berufsunfähig. Zumindest, wenn sie vor Januar 1961 geboren wurden, denn alle nach dem 1.01.1961 geborenen bekommen keine Rente wegen Berufsunfähigkeit, sondern Erwerbsminderungsrente.
Berufunfähig sind all diejenigen, die aufgrund ihrer psychischen oder körperlichen Einschränkungen, den erlernten Beruf nicht mehr ausüben können.

In der Regel prüft die Rentenversicherung nach einer erfolglosen Reha- Maßnahme, in einem zweiten Schritt, ob sie die berufsunfähigen Personen, in einen anderen Beruf verweisen kann. Alle, bei denen dies in Frage kommt, werden keine Rente wegen Berufunfähigkeit erhalten, auch dann nicht, wenn sie in dem Beruf, in den sie verwiesen wurden, keinen Arbeitsplatz bekommen. Diejenigen, bei denen eine Verweisung in einen anderen Beruf, aufgrund ihres Gesundheitszustandes, nicht möglich ist erhalten eine Berufsunfähigkeitsrente.
Es gilt immer, Reha vor Rente, auch bei Berufsunfähigkeit, mit dem Ziel die Berufsunfähigkeit abzuwenden.