Gesundheitliche Verfassung und rechtliche Mittel

Die Prüfung des Gesundheitszustandes und rechtliche Mittel, die unter Umständen ergriffen werden müssen, ist keine Seltenheit. Meistens gibt es Probleme, wenn man nach einer erfolglosen Rehabilitationsmaßnahme, einen Gutachter aufsuchen muss. Dieser soll durch eine Untersuchung feststellen ob man wirklich nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Es kann sein, dass man eine Krankheit hat, wie z.B. Fibromyalgie, von der er, wie viele andere Ärzte auch nichts weiß. Man hat zwar ständig Schmerzen, sieht aber trotzdem nicht krank aus und ist auch in der Beweglichkeit nur ab und an eingeschränkt. Jeder ehrliche Mensch wird, wenn er gerade einen guten Tag hat, dem Gutachter nichts vorspielen, sondern ihm, von den gesundheitlichen sowie von den Problemen im Alltag und im Beruf erzählen, die diese Krankheit mit sich bringt.

Natürlich wird er wahrscheinlich, wenn er die Krankheit nicht kennt, Informationen einholen. Aber, wenn er voreingenommen ist, kann es sein, dass er ein Gutachten erstellt, das nicht zur Berentung führt.
Sobald das Gutachten vorliegt, kann man z.B. den Arzt seines Vertrauens, in der Regel wird es der behandelnde Arzt sein, bitten mit dem Gutachter zu reden. Eine weitere Möglichkeit ist, das Gutachten vor Gericht anzufechten. Die Möglichkeit dem Gericht zu erklären, dass das Gutachten durch die Unwissenheit des Gutachters falsch ist, hat jeder Kranke, der denkt ein unbrauchbares Gutachten erhalten zu haben.
In einem Prozess vor dem Sozialgericht, hat jeder Kranke das Recht darauf, das der Arzt seiner Wahl angehört wird. Von diesem muss das Gericht ein weiteres Gutachten anfordern. Da das neue Gutachten vor der Gerichtsverhandlung erstellt werden muss, sollte man dem Gericht rechtzeitig mitteilen, dass man einen Antrag stellen will und die Verhandlung wird so lange hinausgeschoben, bis das neue Gutachten vorliegt.